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Glossar

Galileo
Galileo ist das im Aufbau befindliche europäische GNSS. Es steht unter ziviler Kontrolle.
Gauß-Krüger Koordinaten
Gauß-Krüger-Koordinaten bestehen aus Rechtswert und Hochwert. Der Hochwert ergibt sich aus der Entfernung zum Äquator in Metern. Der Rechtswert ist die Entfernung zum Hauptmeridian (alle durch drei teilbaren Meridiane: 3°, 6°, 9°, ...) des Meridianstreifens, in dem sich die Koordinate befindet. Die Rechtswerte der Hauptmeridiane setzen sich aus einer Kennziffer (Meridian / 3) und dem Wert 500.000 zusammen. Dadurch haben Koordinaten, die westlich des jeweiligen Hauptmeridians liegen, keine negativen Vorzeichen.
Gauß-Krüger Projektion
Die Gauß-Krüger-Projektion ist eine transversale Mercatorprojektion, die auf dem Georeferenzmodell des Bessel-Ellipsoids basiert. Im Zuge der europäischen und globalen Harmonisierung stellen die Landesvermessungen in Deutschland ihre Kartenwerke und Geomodelle von Gauß-Krüger auf UTM um.
Gazetteer
Ein Gazetteer (engl. für Ortsregister) bildet indirekte Georeferenzen auf direkte Georeferenzen ab, zum Beispiel einen Ortsnamen auf geographische Koordinaten.
GCG2016
German Combined Quasigeoid 2016 - Das GCG2016 ist die Bezugsfläche für die amtlichen Höhen im DHHN2016. Es stellt die Höhenunterschiede zum Erdellipsoid GRS80 – die sog. „Höhenanomalien“ – modellhaft dar. Mit Hilfe der Höhenanomalien können ellipsoidische Höhen in amtliche Höhen im DHHN2016 überführt werden. Deutschlandweit erreichen die Höhenanomalien Beträge zwischen ca. 35 m und 50 m, hessenweit zwischen 45 m und 49 m.
GDI-DE
Die Geodateninfrastruktur in Deutschland (GDI-DE) ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen. Mit dem Aufbau der GDI-DE soll eine länder- und ressortübergreifende Vernetzung von Geodaten in Deutschland erreicht werden, um sicherzustellen, dass Geoinformationen zukünftig verstärkt in Entscheidungsprozessen innerhalb der Verwaltung, der Wirtschaft und der Politik zum Einsatz kommen. Neben der Betrachtung nationaler Entwicklungen ist es Aufgabe der GDI-DE, die Entwicklungen in Europa (INSPIRE) sowie weltweit (GSDI) einzubinden. Um die notwendige enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen sicherzustellen, wurde vom Chef des Bundeskanzleramtes und den Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder (CdS) als strategisches Entscheidungsgremium ein Lenkungsgremium (LG) eingerichtet, dass sich aus Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen zusammensetzt, sowie als ausführende Stelle eine Geschäfts- und Koordinierungsstelle GDI-DE (GKSt.)
Gegenstromprinzip
Beim Gegenstromprinzip in der Raumplanung müssen untergeordnete Planungen von der übergeordneten Raumplanung berücksichtigt werden. Gleichzeitig hat sich die untergeordnete Raumplanung an der übergeordneten Raumplanung zu orientieren.
GEMET
General Multilingual Environmental Thesaurus. Ist ein Wörterbuch, welches Begriffe in mehreren Sprachen der europäischen Union eindeutig definiert.
Generalisierung
Generalisierung ist die Verallgemeinerung von Information zur Verbesserung der Kartenlesbarkeit. Diese Verallgemeinerung kann sowohl räumlich als auch inhaltlich erfolgen. Der Grund für eine räumliche Generalisierung ist in der Regel ein zu großer Platzbedarf einzelner Elemente, so dass diese Elemente zusammengefasst, räumlich verschoben, vereinfacht oder weggelassen werden müssen. Die Generalisierung ist abhängig vom Maßstab. Inhaltliche Generalisierung, d.h. das Auslassen von unwichtigen Informationen, wird auch bei der Erstellung von thematischen Karten angewandt.
Geobasisdaten
Geobasisdaten sind grundlegende amtliche Geodaten, welche die Landschaft (Topographie), die Flurstücke und die Gebäude in einem einheitlichen geodätischen Raumbezug anwendungsneutral beschreiben. Sie werden durch die Vermessungsverwaltungen der Länder erhoben, geführt und bereitgestellt. Sie erfüllen die Funktion der Basisdaten für Geofachdaten.
Geodaten
Mit einem direkten oder indirekten Raumbezug versehene Daten, wie z. B. Naturschutzgebiete. Ihre Ausprägung im amtlichen Vermessungswesen sind die anwendungsneutralen Geobasisdaten.
Geodaten online
Online-Shopsystem der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation für den Vertrieb von Geobasisdaten.
Geodaten-Management
Als Geodaten-Management wird die Kommunikation zwischen Datenanbietern und Datennutzern sowie die Vermarktung von Geodaten bezeichnet. Eine stets aktuelle und inhaltlich korrekte Geodateninfrastruktur kann nur durch Geodatenmanagement erzielt werden.
Geodatenbasis (GDB)
Eine Geodatenbasis besteht aus Geobasisdaten, Geofachdaten und Metadaten.
Geodatendienst
Geodatendienste sind vernetzbare Anwendungen, die Geodaten und Metadaten in strukturierter Form zugänglich machen. Sie ermöglichen Suchstrategien innerhalb des Datennetzes, die Präsentation von Geodaten (Beispiel: WMS), bieten Analysefunktionen (Beispiel: WFS) und mehr.
Geodatenhaltende Stelle
Ist jede Stelle, die nach einem Gesetz oder Verordnung dazu verpflichtet ist, gewisse Geodatensätze zu erfassen und fortzuführen. In der GDI-Hessen sind dies die Stellen nach § 32 HVGG.
Geodateninfrastruktur
Geodateninfrastruktur ist eine Infrastruktur bestehend aus Geodaten, Metadaten und Geodatendiensten, Netzdiensten und -technologien, Vereinbarungen über gemeinsame Nutzung, über Zugang und Verwendung sowie Koordinierungs- und Überwachungsmechanismen, -prozesse und -verfahren mit dem Ziel, Geodaten verschiedener Herkunft interoperabel verfügbar zu machen.
Geodatenkatalog
Dient der Erfassung, Speicherung und Bereitstellung von Metadaten und ermöglicht die Recherche nach Geodaten und Geodatendiensten im Sinne einer Suchmaschine.
Geodatennetzwerk
Ein Geodatennetzwerk ist ein Netzwerk, das sich zur Übertragung von Geoinformationen eignet. Das bekannteste Netzwerk ist das Internet.
Geodatensatz
Ein Geodatensatz ist eine Sammlung von logisch zusammengehörenden Geodaten
Geodatenserver
Mit dem Geodatenserver werden in einem Netzwerk (z.B. Internet) Geodaten bereitgestellt.
Geodienst
siehe Geodatendienste
Geodäsie
Das Wort "Geodäsie" setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern für "Erde" und "teilen" und bedeutet somit wörtlich Landaufteilung. Heute umfasst Geodäsie vor allem die Bestimmung von Grundstücks- und Katastergrenzen sowie die Vermessung der Erdoberfläche.
geodätisches Bezugssystem
Ein vollständiges Geodätisches Bezugssystem umfasst Datum, Projektion, Koordinatenbeschreibung und Koordinantensystem.
Geodätisches Datum
Zur vereinfachten Darstellung der Erde werden häufig Rotationsellipsoide als Rechenmodelle verwendet. Die Festlegung von Ausmaß, Lage und Orientierung des Referenzellipsoids, so dass dieses sich bestmöglich an die Erdform anpasst, wird als Geodätisches Datum bezeichnet.
Geofachdaten
Geofachdaten sind thematische Daten mit Raumbezug, wie z. B. Umweltschutz, Demographie, Klimatologie oder Wahlstatistik. Der Raumbezug kann durch Lagekoordinaten, Postleitzahlen, Stadtbezirke o. ä. hergestellt werden. Zur besseren Orientierung werden sie häufig zusammen mit Geobasisdaten dargestellt.
Geographische Datenbank
Eine GDB ist eine Datenbank zur Speicherung von Geodaten, auf die nur mit spezieller Verarbeitungssoftware zugegriffen werden kann.
Geoid
Äquipotentialfläche, die annähernd durch den mittleren Meeresspiegel der Weltmeere beschrieben wird. Bezugssystem für Schwermessungen.
GeoInfoDok
Ein GeoInfoDok ist die amtliche Dokumentation zur Modellierung einer Geoinformation auf der Basis von AFIS-ALKIS-ATKIS.
Geoinformationen
Geoinformationen sind raumbezogene Informationen über Objekte oder Sachverhalte.
Geoinformationssystem (GIS)
Ein GIS ist ein raumbezogenes Informationssystem mit Funktionen zur Erfassung, Aktualisierung, Verwaltung und Analyse von Geodaten. Ein GIS bietet die Möglichkeit, diese Geodaten kartographisch darzustellen.
Geokodierung
Die Geokodierung ist das Zuordnung von Objekten eines Datenmodells zur Erdoberfläche mithilfe eines geodätischen Bezugssystems.
Geoportal
Eine Kommunikations-, Transaktions- und Interaktionsplattform im Internet, die über entsprechende Dienste Zugang zu Geodaten ermöglicht. Das Geoportal ist die zentrale Anlaufstelle einer GDI.
Georeferenzierung
Bezeichnet die Zuordnung eines Objekts mit direktem Raumbezug zu einem Ort auf der Erdoberfläche durch Angaben von Koordinaten.
Geschützter Landschaftsbestandteil
Unter einem geschütztem Landschaftsbestandteil versteht man einen Teil der Landschaft, der für den Naturhaushalt und das Orts- und Landschaftsbild erforderlich ist.
GetCapabilities
Definierte Operation eines Geodatendienstes. Wird eine GetCapabilities Anfrage an einen Dienst geschickt, welcher diese unterstützt, so generiert der Dienst eine eindeutig definierte Antwort aus den vorhandenen Dienst-Metadaten.
GetFeature
GetFeature ist eine XML-Anfrage an einen WFS, Sachdaten oder Datengeometrie freizugeben.
GetFeatureInfo
GetFeatureInfo ist eine XML-Anfrage an einen WMS, Informationen über die dargestellten Objekte freizugeben.
GetMap
GetMap ist eine XML-Anfrage an einen WMS, eine Rasterbildkarte freizugeben.
GKSt GDI-DE
Die Geschäfts- und Koordinierungsstelle (GKSt) der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) dient der fachlichen Unterstützung des Lenkungsgremiums der GDI-DE.
Global Earth Observing System of Systems (GEOSS)
GEOSS ist ein internationales Programm, mit dem Erdbeobachtungen international besser koordiniert werden sollen. Durch Analyse, Aufarbeitung und Austausch von Geodaten sollen insbesondere Wetter, Klima und Umwelt näher erforscht und der Katastrophenschutz verbessert werden.
GLONASS
GLONASS das russische Satellitennavigationssystem, steht unter militärischer Kontrolle, kann aber auch für zivile Anwendungen genutzt werden.
GML
Die Geography Markup Language (GML) ist ein XML-basiertes Datenformat für Modellierung, Speicherung und Austausch von geographischen Informationen, das sowohl die Geometrie als auch die Attribute der geographischen Objekte beinhaltet. Das von der OGC spezifizierte GML ist konform zu den 19100-Normen der ISO.
GNSS
Global Navigation Satellite System GNSS ist der Überbegriff für alle Satellitennavigationssysteme. Dazu zählen GPS, GLONASS und demnächst auch das europäische Galileo. Mit Hilfe von GNSS können für Punkte auf der Erdoberfläche jederzeit räumliche Positionen ermittelt werden.
Google Earth
Seit dem Jahr 2005 bietet der Suchmaschinenbetreiber Google einen Web Service an, der Satellitenbilder, Thematische Informationen und Vektorgrafiken miteinander verknüpft.
GPS
GPS ist das amerikanische Satellitennavigationssystem, steht unter militärischer Kontrolle, kann aber auch für zivile Anwendungen genutzt werden.
GRS80
Das GRS80 ist ein geodätisches Bezugssystem, welches nach dem gleichnamigen Referenzellipsoid benannt wird. Auf ihm basiert die UTM-Projektion.
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein amtliches Verzeichnis, das Auskunft über die privatrechtlichen Rechtsverhältnisse von Grundstücken gibt.
Grundstück
Das Grundstück ist die Buchungseinheit im Grundbuch. Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücken bestehen.
GSDI
Die Global Spatial Data Infrastructure ist ein globaler Verbund regionaler und kommunaler Geodateninfrastrukturen.
GSM
Das Global System for Mobile Communications (GMS) ist ein europäischer Übertragungsstandard, der insbesondere in der Telekommunikation Anwendung findet.
Gutachterausschuss
Gutachterausschüsse werden zur Ermittlung von Grundstückswerten und sonstigen Wertermittlungen als selbstständige, unabhängige Gremien gebildet. Aufgaben und Zusammensetzung ergeben sich aus dem BauGB und Regelungen der Länder.